Judith Butler hält am 18.06.2010 an der Volksbühne Berlin den Vortrag "Queere Bündnisse und Antikriegspolitik".
Die diesjährige Zivilcourage-Preisträgerin des Berliner Christopher Street Day 2010 widmet sich in ihrem Vortrag der Frage, welches Profil eine queere Politik haben muss, die sich als Teil einer Politik gegen den Krieg versteht. Von dieser Frage ausgehend, behandelt die amerikanische Philosophin Aspekte einer queeren Friedenspolitik, die queer nicht als Identitätskonzept, sondern als Bündnisform zu thematisieren sucht. Welche politische Rolle spielt queere Politik in einer Welt, in der Krieg alltäglich erscheint und viele Völker einem ständigen Bedrohungszustand hoffnungslos ausgeliefert sind? Wie muss sich queere Politik angesichts der globalen Herausforderungen der zunehmenden Militarisierung und fortgesetzten Kolonialisierung neu definieren, und ist eine queere Politik denkbar, die nicht zugleich auch eine anti-rassistische Bewegung ist? Wie können wir Bündnissen gegen nationalistische Abschottungspolitik beitreten, wenn diejenigen, für die und mit denen wir kämpfen, unsere Standpunkte nicht immer teilen?
Moderation: Andreas Kraß (Goethe-Universität in Frankfurt am Main) mit anschließender Diskussion (englisch mit Simultanübersetzung).
Zuvor kann mensch sich mit dem Stück von Rene Pollesch "Ein Chor irrt sich gewaltig" beglücken.
Update:
Was Judith Butler vorgetragen hat, kann mensch hier nachlesen.
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