Die Frage, wen`s kümmert bzw. wer sich kümmert, dass einer sich in neoliberalen Verhältnissen ergehenden Gesellschaft Kritik und Rebellion entgegen gebracht wird, wurde auf dem Event „Who cares? Queerfeminismus und Ökonomiekritik“ immerhin schonmal mit einem regen Zuschauer_innenstrom beantwortet. Antworten auf die zahlreich gestellten Fragen nach z.B. anderen Formen des Wirtschaftens und Nicht-Kapital-orientierten-Wertschöpfens wurden hingegen sicherlich nicht in einem solchen Maße gegeben, dass mensch nunmehr wüsste, wie sich bestimmte Lücken im System antikapitalistisch und dabei immer geschlechtergerecht füllen ließen, um anschließend die Weltrevolution zu verkünden. Vielmehr wurde vor allem im Rahmen des sich etwas anstrengend gestaltenden Fishbowl-Formats zum Thema „Deconstruct Capitalism? Reclaim Economy?“ betont, dass alle Teil des Systems sind und sich kaum mensch auf einer Insel befindet, die nicht auch im Austausch mit hegemoniebefördernden Verhältnissen steht. Ob hierfür das Bild der Halbinsel, wie Frederike Habermann vorschlug, bemüht werden müsse, um zu verdeutlichen, dass jede Person in deren sich je nach Kontext verschiebenden Positionierungen subversiv und normalisierend zugleich ist, sei dahin gestellt, problematisiert aber die paradoxen und in sich zutiefst ambivalenten Anforderungen an jede_n, sich Kapitalismus und Heteronormativität entziehen zu wollen. Zumal die Interdependenz zwischen Begehren, Wunscherfüllung und Kapitalmarkt zu nachhaltig scheint. Und dennoch, so betont Antke Engel, können aufgrund jener Paradoxien auch Überraschungsmomente entstehen, die Begehren z.B in ein Gemeinwohl, dass sich nicht heteronormativ-patriarchal gestaltet, umlenken. In diesem Sinne ließ sich das Event auch als ein Auftakt für die Suche nach ebenjenen Überraschungsmomenten verstehen. Und sei es, dass sich, wie Volker Woltersdorf in seinem Vortrag „Queertheoretische Perspektiven auf Prekarisierung“ andeutete, Menschen verschiedener Positionierungen im Moment der Prekarisierung als Entgarantisierung und Verunsicherung treffen, um gemeinsam eine Kritik daran zu formulieren.
Heute kann noch um 20 Uhr im Tristeza der Film "Mit einem Lächeln auf den Lippen" von Anne Frisius zur Problematik von Domestic Workers geschaut werden.
Sonntag, 7. März 2010
Who cares Queerfeminismus und Ökonomiekritik? Eindrücke vom Event.
Dienstag, 23. Februar 2010
Who cares? Ökonomiekritik und Queerfeminismus-Event vom 04.-06.März 2010
Um queere und feministische Perspektiven in Ökonomie- und Kapitalismuskritik bzw. ökonomiekritische Perspektiven in queerfeministischen Positionen stärker herauszuarbeiten und etablieren, hat sich ein Bündnis aus verschiedenen Gruppen und Einzelpersonen gegründet und ein umfangreiches Event vom 04.-06.März 2010 auf die Beine gestellt. Zu den Schwerpunkten Reproduktionsverhältnisse im 21. Jahrhundert und Gewaltökonomien sollen verschiedene Formate zum Diskutieren und Vernetzen anregen. Nicht nur Inhalt und Form der Veranstaltungen, sondern auch die Örtlichkeiten im Kiez Berlin-Neukölln sind Teile des Konzepts, das unterschiedliche soziale, ökonomische, kulturelle und politische Positionierungen erreichen möchte. Das genaue Programm: hier
Mittwoch, 17. Februar 2010
Der Diskreditierung May Ayims durch Aly & Co zur Wehr
Manchmal bin ich mir nicht sicher, ob sich noch Worte finden lassen, kurz nachdem es einem die Stimme vor Entsetzen verschlagen hat. Auf die Weise wie Götz Aly in der Berliner Zeitung oder Martin Otto in der FAZ Otto Friedrich van der Gröben´s Verstrickungen in deutsche Kolonialgeschichte bagatellisieren und im gleichen Atemzug die Historikerin und Lyrikerin May Ayim, nach der das Gröbenufer in Berlin-Kreuzberg nunmehr benannt werden wird, diskreditieren, lässt sich mit einem Gedicht May Ayims beantworten...
"Der Diskreditierung May Ayims durch Aly &..." vollständig lesen »
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Montag, 25. Januar 2010
Homi Bhabha zur Hegel Lecture in Berlin
Die Hegel Lecture 2010 wird am 28.01.2010 von Homi Bhabha gehalten.
Der Titel des Vortrages lautet: Our Neighbors, Ourselves: Contemporary Reflections on Survival (Unsere Nachbarn und wir: Zeitgenössische Betrachtungen über das Überleben). Die Veranstaltung ist öffentlich; der Eintritt frei; der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten.
Anmelden konnte mensch sich bis zum 21.01.2010 - wer das nicht getan hat, sollte trotzdem hingehen - den Versuch ist es auf alle Fälle wert.
Ort: Henry-Ford-Bau, Max-Kade-Auditorium, Garystraße 35, 14195 Berlin-Dahlem
Zeit: 28. Januar 2010, Beginn: 19:00 Uhr. Einlass ab 18:00 Uhr
Der Titel des Vortrages lautet: Our Neighbors, Ourselves: Contemporary Reflections on Survival (Unsere Nachbarn und wir: Zeitgenössische Betrachtungen über das Überleben). Die Veranstaltung ist öffentlich; der Eintritt frei; der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten.
Anmelden konnte mensch sich bis zum 21.01.2010 - wer das nicht getan hat, sollte trotzdem hingehen - den Versuch ist es auf alle Fälle wert.
Ort: Henry-Ford-Bau, Max-Kade-Auditorium, Garystraße 35, 14195 Berlin-Dahlem
Zeit: 28. Januar 2010, Beginn: 19:00 Uhr. Einlass ab 18:00 Uhr
Geschrieben von queer-o-mat
in Gesellschaft, Vortrag, Wissenschaft
um
10:40
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Tags für diesen Artikel: berlin, gender studies, herrschaftskritik, homi bhabha, postkoloniale theorie, rassismus, vortrag
Sonntag, 20. Dezember 2009
Demo gegen Naziangriffe in Neukölln
Aufgrund der akuten Übergriffe auf diverse linke Läden in Neukölln durch Nazis wird zu einer gemeinsamen Demo aufgerufen.
Von den Übergriffen, Schmierereien und Sachbeschädigungen seit Ende November betroffen, waren der Projektraum F54 (Friedelstr.), das Kneipenkollektiv Tristeza (Pannierstr.), der Antifa- Versand Red Stuff in XBerg, die Galerie Olga Benario (Richardstr) und das chilenische Kulturzentrum "Salvador Allende".
Die betroffenen Projekte haben sich zusammen geschlossen und wollen gegen diese erschreckende Entwicklung ein Zeichen der Solidarität und der Stärke setzten. Der Kampf gegen Nazis geht jedoch alle an und braucht Unterstützung!
SONNTAG, der 20.12.09 17 Uhr
Treffpunkt: Hermannplatz
Von den Übergriffen, Schmierereien und Sachbeschädigungen seit Ende November betroffen, waren der Projektraum F54 (Friedelstr.), das Kneipenkollektiv Tristeza (Pannierstr.), der Antifa- Versand Red Stuff in XBerg, die Galerie Olga Benario (Richardstr) und das chilenische Kulturzentrum "Salvador Allende".
Die betroffenen Projekte haben sich zusammen geschlossen und wollen gegen diese erschreckende Entwicklung ein Zeichen der Solidarität und der Stärke setzten. Der Kampf gegen Nazis geht jedoch alle an und braucht Unterstützung!
SONNTAG, der 20.12.09 17 Uhr
Treffpunkt: Hermannplatz
Geschrieben von queer-o-mat
in Gesellschaft, Veranstaltungen
um
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