Queer-O-mat

Berlinale-Review: „Hazman havarod (Gay Days)“ von Yair Quedar

Yair Quedar hat eine Menge Material zusammengetragen und dokumentiert die kurze aber revolutionäre Schwulenbewegung Israels zwischen den 80er Jahren und 1998, wobei hier korrigiert werden muss, dass es sich um die Bewegung in Tel Aviv handelt. Schließlich erfahren wir weder etwas über die Verhältnisse in Jerusalem oder den ländlichen Gebieten noch über die Vielfalt queerlesbischfeministischen Lebens, was insofern legitimiert dadurch wird, dass der Regisseur einen Ausschnitt seiner Erlebnisse und seines Kontextes dar- bzw. herstellt. Und dennoch hinkt der Film genau daran, das er vorgibt für sich beanspruchen zu können, die Homosexuellenbewegung Israels zu dokumentieren, aber lediglich aus dem weißen schwulen und zumeist intellektuell-kulturellen Zentrum Tel Avivs berichtet. Demzufolge handelt es sich um einen guten ersten Einblick der noch weitestgehend unerzählten Geschichte der LGBT-Bewegung rund um Coming-Out und Emanzipation. Ergänzend ließe sich z.B. der Film „Trembling before G-d“ von Sandi DuBowski empfehlen.

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